Vereinsnachrichten.

AG Aquarien- und Terrarienkunde

Für die Stammtische der AG Aquarien- und Terrarienkunde bitten der Gastwirt des Gsthauses Hirschmühle, Schwäbisch Gmünd-Hirschmühle und der Leiter der AG, Rainer waldenmaier, dass sich jeder Teilnehmer persönlich rechtzeitig vorab einen Platz in der Gaststaätte Hirschmühle unter der Telefonnummer 07171 83465 reserviert.

AG Pilzkunde

Im Herbst 2025 wurde im Naturschutzgebiet Lindenfeld ein sehr seltener Pilz gefunden. Es handelt sich um den „Rosenroten Saftling„. Von diesem Pilz sind nur wenige Standorte in Deutschland bekannt. Neben diesem, als kleine Sensation zu bezeichnenden Fund, sind in diesem Gebiet weitere seltene Wiesenpilze vorhanden. Zu nennen sind „Größter Saftling„, „Kirschroter Saftling„, „Wachsgelber Saftling„, „Papageiensaftling„, „Porphyrbrauner Saftling„, „Wiesenkoralle„, „Wiesenellerling“ sowie „Wiesenkeulen“ und „Erdzungen„. Auch aus dieser Sicht lohnt es sich , dieses Gebiet unter Schutz zu stellen.

AG Geologie

Am Dienstag, den 02. September 2025, führte Michael Stegmaier abends die Teilnehmer durch den unteren Teil des Geologischen Pfades von der Hölltal-Gaststätte „Bang Bang Q“ bis nach Metlangen. Gleichzeitig wurden die Hinweistafeln und die Stelen auf diesem Streckenabschnitt tüchtig mit Glasreinigungsmittel gereinigt. Diese Aktion soll 2026 für den oberen Abschnitt des Lehrpfades fortgesetzt werden. Ein Dankeschön an diese Aktiven der AG Geologie.

Am Dienstag, den 07. Oktober 2025, führte Michael Stegmaier zunächst klassische Fossilien-Präparationsmethoden mit Hammer, diversen Meißeln und Schabern vor, bevor die moderneren Methoden wie Druckluftpräparation und das Sandstrahlen vorgestellt wurden. Die Arbeit unter dem Stereomikroskop sowie chemische Präparationen mit Säuren und Laugen bildeten den Abschluss der Demonstration.

Michael Stegmaier organisierte am Samstag, den 08. November 2025, eine Führung durch die Sonderausstellung „Saurierfunde im Aalener Raum“ im Urweltmuseum in Aalen. Den Teilnehmern boten sich hervorragend präparierte Ichtyosaurierfunde, Fische und Seelilien, die in Wasseralfingen und Hofen gefunden wurden. Obwohl manche Erstfunde aus dem Ostalbkreis zu sehen waren, fand man bisher noch keinen kompletten Ichtyosaurier.

AG Botanik

Sichuan in China – ein Schwerpunkt der botanischen Artenvielfalt„.

Vortrag von Dr. Helmut Haas am 19. November 2025, gemeinsam mit der VHS Schwäbisch Gmünd. 

Zur Lage

Sichuan, d.h. „Vier Flüsse“, ist eine Provinz der Volksrepubklik China im Südwesten des Landes mit der Hauptstadt Chendu. Sichuan liegt östlich des tibetischen Hochplateaus am Oberlauf des Jangtsekiang. Er ist der größte und wasserreichste Fluss, der Sichuan durchquert. In Sichuan nimmt er vier Zuflüsse auf, die der Provinz ihren Namen gaben. Der Westen wird Hochgebirgsketten des West-Himalaya beherrscht, das mit dem Gongga Shan (7.556 m) die höchste Erhebung der Provinz hat. Die sommerlichen Durchschnittstemperaturen liegen bei 30 °C. Die Niederschlagsmenge liegt bei 1.000 mm und wegen starker Wolken- und Nebelbildung kommt Sichuan nur auf 25-30 Sonnentage im Jahr. Chengdu besitzt einen internationalen Flughafen.

Peer Amand David – ein bedeutender Naturforscher in diesem Gebiet

Nach der Lagevorstellung macht der Referent die Zuhörer mit dem ersten Kartierer dieser Gegend bekannt: Pater Peer Amand David kam 1869 nach Sichuan und dokumentierte hunderte von Pflanzen, Vögeln und Säugetiere, darunter auch den Pandabären und das Jiulong-Yak. In der Provinz Sichuan wurden bis heute mehr als 12.000 Pflanzenarten dokumentiert. Die vielfältigen Lebensraumarten und die großen Höhenunterschiede machen diese Pflanzenbeobachtungsperiode extrem lang, von Anfang April bis Ende September.

Warum es den Referenten nach Sichuan zog

So bleibt auch Sichuan heute noch eines der besten Ziele für Wildpflanzen in China. In Sichuan wurden über zwölftausend Arten höherer Pflanzen gefunden, davon sind etwa 500 Arten endemisch. Der Balang-Berg ist der erste hohe Berg, der zwischen dem Sichuan-Becken und dem Qinghai-Tibet-Plateau steht. Vom Fuß bis zum Gebirgspass steigt die Höhe steil von 2.000 auf 4.500 m an, was eine große Vielfalt an Lebensräumen bietet, um viele seltene Wildpflanzenarten wie Meconopsis punicea, Meconopsis integrifolia, Cypripedium tibeticum, Primula chionntha usw. zu unterstützen. Als Teilnehmer einer Gruppenreise sollte man auch beachten, dass bei diesen Höhenunterschieden die Höhenkrankheit auftreten kann. Künstlicher Sauerstoff ist dann notwendig. Die Gruppenleiter haben aber für alles gesorgt. Auf Wunsch bekommt man auch Gruppenleiter, die den interessierten Teilnehmer an bestimmten Blühzeiten zu bestimmten Pflanzenstandorte fahren. Gleichzeitig erkennt man an den Tempelbauten die Nähe zu Tibet. Einige Bauten wurden vorgestellt.

Huanglong ist berühmt für seine „Vier Wunder“: das bunte Becken, den Schneeberg, die Schlucht und den Wald. 1992 wurde es in die Liste der Weltnaturerbe aufgenommen. Manches durften die Teilnehmer im Vortrag sehen. Als Übergangsgebiet zwischen dem Sichuan-Becken und dem Qinghai-Tibet-Plateau ist Huanglong berühmt für eine reiche Vielfalt an Vegetationszonen und berühmt für alpine Pflanzen, insbesondere für viele Arten aus der Orchideenfamilie. Dr. Helmut Haas hat den Zuhörern mit einer bunten Vielfalt und botanischen Genauigkeit viele seltene Pflanzen, die in ihrer Gattung oft nicht wiederzuerkennenden Form besitzen, vorgestellt. Dafür unser herzlicher Dank.

Quelle: Internet; Dr. Haas

Panguana – eine Forschungsstation im Regenwald Perus

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Beck am 26. November 2025, gemeinsam mit der VHS Schwäbisch Gmünd.

Zum Namen

Der indigene Name des Wellen-Tinamus, eines für die Region sehr typischen Vogels, war Namensgeber für die Forschungsstation.

Zur Lage

Panguana ist die älteste biologische Forschungsstation in Peru und befindet sich in ca. 230 m Mehreshöhe am Ufer eines der vielen Quellflüsse des Amazonas-Tieflandes. 

Zur Gründung von Panguana

Die deutschen Biologen Maria und Hans-Wilhelm Koepcke, die seit Anfang der 1950er Jahre am Naturhistorischen Museum in Lima arbeiteten, wählten 1968 in einer großen unberührten Waldregion bewusst ein Areal von anfangs nur zwei km² aus. Hier wollten Sie erforschen, welche Tiere und Pflanzen auf begrenztem Raum zusammenleben und welche Überlebensstrategien und Anpassungen sie im Regenwald entwickeln. Im Jahr 2011 wurden 1.500 Hektar dieses Primärwaldes zum Naturschutzgebiet erklärt. Durch Zukauf von nahegelegenen Flächen konnte das mit Pfaden durchzogene Schutzgebiet inzwischen auf rund 2.400 Hektar (24 km²) erweitert werden.

Besonderheiten in Panguana

Mit Panguana wird ein einmaliges, faszinierendes Ökosystem erhalten. Die während der letzten 50 Jahre gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse dienen als Beispiel für Schutz und Studium anderer Regenwaldgebiete und helfen das Bewusstsein zu festigen, dass der Amazonas-Regenwald für die Menschheit ein unschätzbares und unwiederbringliches Gut ist, dessen Bewahrung von entscheideneder Bedeutung ist.

Das Unglück

Schon als Kind lebte Juliane Koepcke, verheiratete Diller, mit ihren Eltern in Peru. Die heutige Zoologin und stellvertretende Direktorin der Zoologischen Staatssammlung München ist seit 2000 auch Leiterin der Forschungsstation. Juliane Koepcke wurde durch ein tragisches Ereignis bekannt, als sie 17-jährig und als einzige Überlebende eines Flugzeugabsturzes – ihre Mutter starb dabei –  sich mit einem elftägigen Fußmarsch durch den Regenwald retten konnte. „Der Regenwald hat mich gerettet, nun will ich ihn retten“. Mit dieser Motivation leitet sie die Forschungsstation mit Erfolg. Das autobiografische Buch „Als ich vom Himmel fiel“ und ein Dokumentarfilm von werner Herzog erinnern an das Unglück.

Zum Vortrag

Nach dieser interessanten Einleitung folgten Bilder von Lima, der Hauptstadt Perus. Im Anschluss ließ der Referent gut getarnte Frösche suchen und Bilder bunt schillender Tagfalter, filgraner Insekten und bunter Urwaldvögel zu einer Sammlung von Tieren zusammenfassen, die nur ein winziges Stückchen der dort erforschten und unerforschten Fauna ausmachen. Man muss sie enfach gesehen haben! 

Dank an den Referenten, der uns diese entfernten Schönheiten miterleben ließ.

Quelle: Internet; Dr. Beck

Mitglieder

Die Mitglieder des Naturkundevereins e.V. werden gebeten, Änderungen ihrer Anschrift und ihres Bankkontos umgehend dem Geschäftsbereich Rechnungswesen, Herrn Richard Müller, Kurt-Schumacher-Str. 53, 73529 Schwäbisch Gmünd (Tel. 07171.997160) mitzuteilen. Sie ersparen den Ehrenamtlichen unnötige Arbeit und dem Verein zusätzliche Kosten.