Nach längerer Zeit des Umbaus wurde am 16.09.2018, dem Tag des Geotops, der vollständig erneuerte Geologische Pfad Schwäbisch Gmünd vom Hölltal zum Hohenrechberg durch den Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd offiziell eröffnet. Als Hinweis dazu gab es am 11.09. eine Pressekonferenz.
Bereits am Vormittag des 16.09. fanden zwei Führungen statt. Prof. Dr. Dieter Rodi wanderte mit den Teilnehmern von Station 1 im Hölltal bis Station 9 in Metlangen. Werner K. Mayer startete bei Station 9 in Metlangen und führte die erdgeschichtlich interessierten Teilnehmer bis an das Ende bei Station 24 zum nördlichen Felskopf des Hohenrechbergs.
Am Nachmittag waren Oberbürgermeister Richard Arnold und zahlreiche Prominente in Metlangen zur offiziellen Einweihung zugegen. Arnold betonte das Alleinstellungsmerkmal dieses landesweit einzigartigen Pfades. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für deren gemeinnützigen Einsatz und beim Naturkundeverein für die finanziellen Aufwendungen. In Zusammenarbeit mit dem Baubetriebsamt, der Touristik und Marketing der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins entstand nun ein aufschlussreicher und informativer naturkundlicher Weg zum Gmünder Wallfahrtsberg.
Er wird im Rahmen der kommenden Remstalgartenschau 2019 als weitere Facette einen
zusätzlichen Gmünder Beitrag darstellen. Zur Werbung wurde ein Flyer entwickelt und im Einhorn-Jahrbuch 2018 sowie in der bundesweit verbreiteten Zeitschrift „Fossilien“ ein Beitrag veröffentlicht.
Der Geologische Pfad Schwäbisch Gmünd – Hohenrechberg erläutert auf einer Wegelänge von rund fünf Kilometern die Schichtfolgen des Mittleren Keuper sowie des Unter-, Mittel- und Oberjura. An 24 Stationen mit 26 Tafeln, 2 Panoramen, 10 Vitrinen und Stelen werden Landschaft, Geologie, Paläontologie, Boden- und Gesteinsnutzung, Pflanzen und Tiere eindrucksvoll beschrieben. In der Homepage (www.nkv-gd.de) sind die Inhalte der einzelnen Stationen aufgeführt. 394 Höhenmeter können erwandert werden. Mehrere interessante Geotope liegen direkt am Weg.
Während die bisherigen Tafeln nur reinen Text enthielten, sind die neuen mit vielen bunten Bildern versehen. Sofern die Naturobjekte, vor allem Gesteine und Fossilien, nicht unmittelbar gezeigt werden können, wurden sie in kleinen Vitrinen auf Stelen veranschaulicht. Einzelne Aufgaben geben Anregungen zum Betrachten, Beschreiben und Erklären der Objekte.